DAS SAKRAMENT DER EHE . . .

. . . mehr als ein Verwaltungsakt der Firma Papst & Co ?!


DIE KIRCHLICHE TRAUUNG . . .

. . . mehr als ein Aufputz für den " schönsten Tag" ?!

  

Oft ist es auch heute noch so, dass die standesamtliche Heirat und die kirchliche Trauung zeitlich eng beieinander liegen, aber immer öfter liegt auch ein erheblicher Zeitraum dazwischen - das Bewusstsein ist gewachsen, dass die kirchliche Hochzeit eine andere Bedeutung hat als die standesamtliche.

Auf dem Standesamt werden durch den Ehevertrag die Familienverhältnisse begründet, die persönliche Rechtswirkungen nach sich ziehen ( z.B.: gleiche Rechte und Pflichten, Verpflichtung zum gemeinsamen Wohnen, zur Treue, zur anständigen Begegnung, zum Beistand, gemeinsamer Name, usw.)

Die kirchliche Trauung dagegen stellt in erster Linie ein Bekenntnis des christlichen Glaubens dar.

Das Paar feiert seine Liebe als Zeichen der Liebe Gottes zu den Menschen. Im Vertrauen darauf versprechen sie einander dauerhafte Treue. Für gläubige Christen geschieht nichts ohne Gott. Und wenn nun die Liebesgeschichte Gottes mit den Menschen für menschliche Liebesgeschichten steht, so ergeben sich für die Ehe als Sakrament kirchenrechtliche Folgerungen:

·         Wie die Liebe Gottes eine durch Nichts aufzuhebende Liebe ist, so ergibt sich daraus für die Ehe die Unauflöslichkeit.
Und spüren wir nicht selbst diesen Wunsch? Waren wir nicht "unsterblich" verliebt ?
"Was Gott verbindet, soll der Mensch nicht trennen" - Die Eheleute spenden sich das Sakrament der Ehe und gehen mit Gott diese Bindung ein. Der Priester ist Zeuge der Kirche.
Das heißt nicht, dass nichts mehr scheitern kann, scheitern darf. Nein es heißt vielmehr, dass Verzeihen und Vergeben zum Wesen dieser Liebe gehört. Unauflöslichkeit heißt, immer wieder bereit sein, seinem Partner eine neue Chance zu geben.

·         Weil die Liebe Gottes eine schöpferische ist, eine, die auf Hoffnung und Zukunft ausgerichtet ist, eine, die Leben schenkt in Fülle, ergibt sich für die sakramentale Ehe, sich neuem Leben nicht zu verschließen.
Die Ehe ist im Schöpfungswillen Gottes grundgelegt. Die Heilige Schrift sagt: Mann und Frau sind füreinander geschaffen, die Frau ist "Fleisch von seinem Fleisch", das heißt sie ist sein Gegenüber, ihm ebenbürtig und ganz nahe stehend. Die Heilige Schrift begründet: " Es ist nicht gut, dass der Mensch alleine bleibt" ( Gen. 2,18 ).

·         Die Kirche versteht die Ehe als Sakrament. Damit sagt sie: Dieses JA-Wort, das euch etwas Heiliges ist, hat mit Gott zu tun. Und gerade weil es euch so viel wert ist, weil es euch heilig ist, möchten wir als Kirche es unter den Segen Gottes stellen. Es kann gut tun, sich daran zu erinnern und dem "lieben" Gott eine Chance zu geben für seine Liebe, wenn euer JA in die "Jahre" kommt ....
Nicht umsonst wird in der Heiligen Schrift der Ehebund immer wieder mit dem Bund Gottes mit den Menschen verglichen. Diese Bindung geschieht aus Liebe - ohne Gewissheit, dass der Mensch dieser Liebe würdig beziehungsweise fähig ist - auf Dauer.

·         Die Ehe gründet im freien Willen, sich für den Bund mit diesem einen Partner zu entscheiden, sich diesem Menschen entlang des Lebensweges anzuvertrauen und bereit zu sein, die von Gott geschenkten Kinder anzunehmen.

·         Die Kirche sieht die Ehe als Berufung, berufen zum Ehestand. Ehe ist daher nicht nur mehr Privatsache, sondern eine Realität der Öffentlichkeit. Ehe wirkt in die Öffentlichkeit der Kirche und der Gesellschaft und wird von der Öffentlichkeit beeinflusst.

Zur Anmeldung der Trauung bitten wir Sie die Geburtsurkunden, Taufscheine und Meldezettel mitzubringen und von den Trauzeugen brauchen wir die Namen, die Berufsbezeichnung und die genaue Wohnadresse.

 

 

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