Tageslesungen vom 19.05.2012

  • Samstag, 19 Mai 2012 : Apostelgeschichte
  • Nachdem er dort einige Zeit geblieben war, zog er weiter, durchwanderte zuerst das galatische Land, dann Phrygien, und stärkte alle Jünger. Ein Jude namens Apollos kam nach Ephesus. Er stammte aus Alexandria, war redekundig und in der Schrift bewandert. Er war unterwiesen im Weg des Herrn. Er sprach mit glühendem Geist und trug die Lehre von Jesus genau vor; doch kannte er nur die Taufe des Johannes. Er begann, offen in der Synagoge zu sprechen. Priszilla und Aquila hörten ihn, nahmen ihn zu sich und legten ihm den Weg Gottes noch genauer dar. Als er nach Achaia gehen wollte, ermunterten ihn die Brüder dazu und schrieben den Jüngern, sie möchten ihn freundlich aufnehmen. Nach seiner Ankunft wurde er den Gläubigen durch die Gnade eine große Hilfe. Denn mit Nachdruck widerlegte er die Juden, indem er öffentlich aus der Schrift nachwies, daß Jesus der Messias sei.

  • Samstag, 19 Mai 2012 : Psalm
  • Ihr Völker alle, klatscht in die Hände; jauchzt Gott zu mit lautem Jubel! Denn furchtgebietend ist der Herr, der Höchste, ein großer König über die ganze Erde. Denn Gott ist König der ganzen Erde. Spielt ihm ein Psalmenlied! Gott wurde König über alle Völker, Gott sitzt auf seinem heiligen Thron. Die Fürsten der Völker sind versammelt als Volk des Gottes Abrahams. Denn Gott gehören die Mächte der Erde; er ist hoch erhaben.

  • Samstag, 19 Mai 2012 : Evangelium nach Johannes
  • An jenem Tag werdet ihr mich nichts mehr fragen. Amen, amen, ich sage euch: Was ihr vom Vater erbitten werdet, das wird er euch in meinem Namen geben. Bis jetzt habt ihr noch nichts in meinem Namen erbeten. Bittet, und ihr werdet empfangen, damit eure Freude vollkommen ist. Dies habe ich in verhüllter Rede zu euch gesagt; es kommt die Stunde, in der ich nicht mehr in verhüllter Rede zu euch spreche, sondern euch offen den Vater verkünden werde. An jenem Tag werdet ihr in meinem Namen bitten, und ich sage nicht, daß ich den Vater für euch bitten werde; denn der Vater selbst liebt euch, weil ihr mich geliebt und weil ihr geglaubt habt, daß ich von Gott ausgegangen bin. Vom Vater bin ich ausgegangen und in die Welt gekommen; ich verlasse die Welt wieder und gehe zum Vater.

  • Samstag, 19 Mai 2012 : Kommentar Hl. Fulgentius von Ruspe
  • Wenn wir unsere Gebete beenden, sprechen wir: „Durch Jesus Christus, deinen Sohn, unseren Herrn“ und nicht: „Durch den Heiligen Geist“. Diese Praxis der ganzen Kirche besteht nicht ohne Grund. Sie hat ihre Grundlage in dem Geheimnis, dass der Mensch Jesus Christus der Mittler zwischen Gott und den Menschen ist (1 Tim 2, 5), Priester auf ewig nach der Ordnung des Melchisedech; dass er durch sein eigenes Blut in das Allerheiligste eingetreten ist, nicht in dasjenige, das nur ein Abbild war, sondern in den Himmel, wo er zur Rechten Gottes ist und für uns eintritt (Hebr 6, 20; 9, 24). Der Apostel bedenkt das Priestertum Christi und spricht: „Durch ihn also laßt uns Gott allezeit das Opfer des Lobes darbringen, nämlich die Frucht der Lippen, die seinen Namen preisen“ (Hebr 13, 15). Durch ihn nämlich bringen wir das Opfer des Lobes und des Gebets dar, denn sein Tod hat uns versöhnt, während wir vorher Feinde waren (Röm 5, 10). Er wollte sich für uns als Opfer darbringen; so kann durch ihn seitdem unsere Opfergabe in den Augen Gottes angenehm sein. Deshalb belehrt uns der heilige Petrus mit diesen Worten: „Laßt euch als lebendige Steine zu einem geistigen Haus aufbauen, zu einer heiligen Priesterschaft, um durch Jesus Christus geistige Opfer darzubringen, die Gott gefallen“ (1 Petr 2, 5). Aus diesem Grund sprechen wir zu Gott dem Vater: „Durch Jesus Christus, deinen Sohn, unseren Herrn.“

    Quelle: Evangelium Tag für Tag